Die IHKs im Ruhrgebiet unterstützen die NRW-Bewerbung „KölnRheinRuhr” für die Olympischen Spiele und Paralympics. Bürgerentscheid läuft bis zum 19. April.
Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Ruhrgebiet unterstützen die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 in der Region Köln Rhein Ruhr. „Wir gehen von nachhaltigen positiven Effekten für unsere regionale Wirtschaft aus und sehen große Chancen für wirtschaftliches Wachstum. Besonders stark hervorzuheben ist der langfristige Imagegewinn der gesamten Region, der sich auf die Tourismusbranche auswirken würde“, erläutert Roland Klein, der neue Präsident der IHK zu Dortmund, die in diesem Jahr die federführende Kammer im Ruhrgebiet ist: „Wir appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, sich bis zum 19. April per Briefwahl für eine Bewerbung auszusprechen.”
„Wir gehen von nachhaltigen positiven Effekten für unsere regionale Wirtschaft aus…“

Ziel ist, dass die Region Köln-Rhein-Ruhr die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 ausrichtet. Die Bewerbung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hängt von einem positiven Votum des Bürgerentscheids zu den Spielen bis zum 19. April in den beteiligten NRW-Kommunen ab. Der DOSB entscheidet im Anschluss darüber, welche Bewerbung einer Region in Deutschland um die Ausrichtung der Olympischen Spiele beim Internationalen Olympischen Komitee eingereicht wird.
In insgesamt 17 nordrhein-westfälischen Kommunen, die mit ihren Sportstätten Teil der Olympiabewerbung wären, können rund vier Millionen wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger über die Zustimmung abstimmen – im Zuständigkeitsbereich der IHKs im Ruhrgebiet sind es die Städte Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Oberhausen und Recklinghausen. „Die geplante Bewerbung steht für ein regionales und nachhaltiges Olympiakonzept, das von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen wird”, so IHK-Präsident Klein. Im Laufe des März werden die Wahlbenachrichtigungen in den jeweiligen Kommunen versendet.
Ein Großteil der Sportstätten liegt im Ruhrgebiet: Bochum ist für Fußball und Modernen Fünfkampf vorgesehen, Duisburg für Kanu-Rennsport, Rudern, Sportklettern, Essen für Boxen, Fußball, Gewichtheben, Radsport (BMX-Freestyle & Racing) und Schießen, Gelsenkirchen für Schwimmsport, Oberhausen für Volleyball, Recklinghausen und Herten für Radsport (Mountainbike). In Dortmund würden die Disziplinen Fußball sowie Handball ausgerichtet werden. Für die meisten Sportstätten gibt es bereits sehr gute infrastrukturelle Voraussetzungen (kurze Wege und gut ausgebautes ÖPNV- und Straßennetz), sodass von nur geringen zusätzlichen Investitionen auszugehen ist.
„Die Olympischen Spiele und die Paralympics bringen eine weltweite Aufmerksamkeit nach Deutschland und die Region. Die Spiele stärken gerade das Ruhrgebiet als Wirtschafts-, Kultur- und Sportstandort“, ist sich IHK-Präsident Klein sicher. Man könne von positiven Nachfrageeffekte für Bauwirtschaft, Industrie und Handwerk, Handel, Gastronomie und Hotellerie ausgehen. „Wir haben die Möglichkeit, uns internationalen Investoren und Unternehmen zu präsentieren und mehr Sichtbarkeit als Wirtschaftsstandort zu erlangen.“ Der weltweite Imagegewinn könne sich im Anschluss durch positive Effekte auf den Tourismus auswirken. „Wir freuen uns auf die Olympischen Spiele und Paralympics als Impulsgeber für Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Stadtentwicklung“, so Roland Klein.