Die Wirtschaft muss erreichbar sein. Verlässliche Verkehrsverbindungen sind die Basis für alle Produktionsprozesse. Mitarbeitende, Dienstleisterinnen und Dienstleister, sowie Kundinnen und Kunden müssen die Betriebe und den Einzelhandel erreichen können.
Im Ruhrgebiet fungieren die Autobahnen wie innerstädtische Straßen und entlasten das nachgelagerte Netz. Der Erhalt und Ausbau der Autobahnen, Brücken und kommunalen Straßen ist deshalb zentral für den wirtschaftlichen Erfolg der Region. Die Kommunen sollten die notwendigen Mittel zur Ertüchtigung der Straße bereitstellen.
Auch das Baustellenmanagement der Region muss besser werden. Jede Kommune im Ruhrgebiet sollte dem Baustellenportal TIC-Kommunal des Landes beitreten, eine kontinuierliche Pflege des Portals sicherstellen und die Befahrbarkeit von Ausweichrouten für den Schwerverkehr aktiv sichern.
Die IHKs im Ruhrgebiet teilen zudem das politische Ziel, mehr Menschen für den öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) oder das Radfahren zu begeistern. Der ÖPNV ist Teil der Daseinsvorsorge und muss für alle bezahlbar bleiben.
Die Kommunen sind dafür verantwortlich, die Kostenexplosion zu stoppen und Effizienz sowie Qualität des Angebotes zu steigern. Dafür müssen die Verkehrsverbünde viel stärker auf Digitalisierung setzen.
Das Ruhrgebiet ist sowohl auf dem Wasser als auch auf der Schiene, der Straße und aus der Luft gut zu erreichen. Mit Dortmund Airport verfügt es auch über einen internationalen Flughafen. Diesen Vorteil gilt es weiter zu nutzen. Die Kommunen sollten mit Investitionen in ihre Terminals und Häfen die Voraussetzungen dafür schaffen.
Es gilt Häfen und Gewerbeflächen besonders zu schützen beziehungsweise den im Regionalplan Ruhr theoretisch zugeschriebenen Schutz auch in der Praxis zu gewährleisten. Dies umfasst sowohl klare Absagen an Wohn- und Freizeitnutzungen als auch einen besonderen Vorrang für den Schienenverkehr auf den Zufahrtswegen zu den Häfen.